Sommercamp auf bekanntem Territorium

 

Der Gemeindejugendring e.V.  richtet jedes Jahr in Kooperation mit dem Straßensozialarbeiter Dieter ein Sommercamp unter einem bestimmten Motto aus. Seit ein paar Jahren findet dies auf unserem Hundesportplatz statt. Dieses Jahr meldete ich - Vicky - mich als Unterstützung an und wurde prompt Betreuerin von fünf 12 jährigen Indianerinnen.  Es standen 10 aufregende und chaotische Tage im Indianercamp vor mir. Wir, inklusive Betreuer,  zelteten auf der Wiese oder auch an manchen Tagen unter freiem Himmel. 28 Kinder meldeten sich an, welche in fünf Gruppen eingeteilt wurden. Jeder Betreuer einer Gruppe hatte die Möglichkeit, den Tag eigenständig zu gestalten. So fiel unser Ausflugziel häufig auf die Badestelle oder die Eisdiele, denn bei fast 40°C im Schatten war wandern out. Außerdem standen Basteln, Gesellschaftsspiele, Wasserschlachten sowie Spiele, Partyabende, Nachtwanderung, Backen, Bewegungsspiele, Indianerprüfungen und eine Schnitzeljagd auf dem Programm. Der krönende Abschluss für die Kids war der Ausflug zum Bowling und natürlich Pommes essen. Trotz der heißen Temperaturen sind nun alle Kinder wieder gesund zu Hause und wir Betreuer KO in der letzten Runde. Besonders gefallen hat mir das starke Gefühl der Zusammengehörigkeit sowohl im Team, als auch bei den Kids. Selbst inszenierte Spiele und Kulturbeiträge der Kinder, ohne die Anleitung eines Betreuers, haben  mich sehr beeindruckt. Wir hatten fabelhafte Sänger und Sängerinnen am Start, aber auch Tänzer und starke Charaktere, die trotz großem Heimweh immer wieder die Freude und das Lachen zum Ausdruck brachten. Solche Momente belohnen die Arbeit mit Kindern und lassen den ganzen Stress, der einen zusätzlich umgibt, nebensächlich wirken. Als ich erfuhr, ich betreue die „Großen“ bin ich vom Schlimmsten ausgegangen. Proteste und Widersprüche wären Alltag, doch ich wurde positiv überrascht. Meine Mädels haben mich zu jeder Zeit unterstützt, alle Aufgaben die am Tag anfielen, bewältigten wir gemeinsam ohne dass ich die Erwartungshaltung hatte. Jeder unterstütze den anderen und bei Problemen suchten sie das offene Gespräch. So wie ich ihnen vertraute, vertrauten sie mir und der respektvolle Umgang beiderseits, machten die Betreuung zu einem leichten und schönen Job. Der Zusammenhalt war auch gruppenübergreifend spürbar, sodass zum Abschied auch ein paar Tränen kullerten. Zusammenfassend hatte ich eine tolle Zeit und die Kinder bestimmt auch. Ich finde es erstaunlich, dass der Gemeindejugendring jedes Jahr eine Hand voll Freiwillige zusammen kratzt, um das für die Kinder auf die Beine zu stellen. Leider hapert es häufig an genügend Unterstützung, doch ich hoffe für die Kinder, dass das nie ein Grund sein wird, das Camp ausfallen zu lassen. Je mehr Helfer sich bereitstellen, desto schöner wird das Ergebnis des Sommercamps und helfen kann wirklich jeder. Nun kann ich mein nächstes Häkchen an meiner Erfahrungscheckliste machen und blicke mit positiven Erinnerungen zurück. Nach wie vor bin ich ein Ferienlagerkind, nur dass ich nun im Backstage Bereich mit fungiere. 

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